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Reaktion der Bildungsministerin auf Colin Kraft

30. Oktober 2020

In einer Pressemitteilung vom 28. Oktober unterstellte der Parlamentarier der Regierung „er bezweifle, dass die Regierung in den vergangenen sechs Monaten alles getan habe, um die Schulen auf eine Sekundarschulschließung vorzubereiten.“ In seiner Mitteilung bemängelt er u. a. die technische Ausstattung der Schüler und die Vorbereitung der Lehrpersonen auf digitalen Unterricht. Lydia Klinkenberg, die am 12. Oktober das Amt der Ministerin für Bildung, Forschung und Erziehung übernahm, übt Ihrerseits Kritik an den Äußerungen von Kraft. Die Vorwürfe von Kraft seien völlig unbegründet.

Laptops

Bereits im letzten Schuljahr wurde über die Schulleiter und Direktoren der ZAWM der bestehende Bedarf an Laptops erfragt. Im April orderte der damalige Bildungsminister Harald Mollers bei der belgischen Organisation „Digital for Youth“ 500 Laptops. Außerdem tätigte er mit Blick auf die Zukunft eine Option auf weitere 500 Geräte, die zu einem späteren Zeitpunkt geordert werden können, wenn der Bedarf wieder ansteigen sollte. Alle entsprechenden Anfragen wurden diskret von der Schulleitung behandelt. Insgesamt gingen 298 Anträge ein. Alle Sekundarschulen erhielten die benötigte Anzahl Laptops.

Da von den insgesamt 500 angekauften Geräten noch 202 Geräte zur Verfügung standen, wurde auch ein Aufruf durch die Grundschulleitungen gestartet.

Insgesamt wurde in den Grundschulen ein Bedarf von 167 Laptops angemeldet, auch diesen Anfragen konnte ohne Ausnahme entsprochen werden. Eine Schule meldete noch im September dieses Schuljahres Bedarf und erhielt die letzten verbleibenden Geräte.

Der angemeldete Bedarf wurde also nachweislich gedeckt. Trotzdem hat Bildungsministerin Lydia Klinkenberg die Schulen und ZAWM am vergangenen Montag noch einmal dazu aufgefordert, den Bedarf an weiteren Laptops zeitnah zu ermitteln. Sollte es einen weiteren Bedarf geben, wird die entsprechende Bestellung selbstverständlich zeitnah erfolgen.

Fachberatung Medien

Die Regierung hat personelle Ressourcen für die Schaffung der Fachberatung Medien an der AHS zur Verfügung gestellt. Die Fachberatung hat im März 2020 ihre Arbeit aufgenommen und unterstützt seitdem die Schulen in der Nutzung der digitalen Medien im Präsenz- und Fernunterricht. Sie hat ebenfalls eine Webseite ins Leben gerufen. Auf www.medien-fachberatung.be erhalten Lehrpersonen Einsicht in Tipps und Tricks, Internettools, Apps und Bücher für alle Unterrichte vom Kindergarten bis zur Sekundarschule.

Die Ministerin stellt klar: „Als Bildungsministerin ist es meine Aufgabe, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Lehrer im Sinne der pädagogischen Freiheit den (Fern-)Unterricht erteilen können. Die Regierung hat die Schüler, die den Schulen einen Bedarf mitgeteilt haben, daher bereits letztes Schuljahr mit Laptops ausgestattet. Mit der Schaffung der Fachberatung Medien wurde den Lehrern eine zusätzliche Unterstützung geboten. „Dass die Sekundarschulen sich innerhalb kürzester Zeit in der Lage sahen, Fernunterricht anzubieten, erfüllt mich mit Dankbarkeit und spricht für sich.“