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Zusätzliche Schülerbusse ab 9. Dezember

7. Dezember 2020

Auf Initiative der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft fahren ab Mittwoch, dem 9. Dezember 2020, zu den Stoßzeiten zu Schulbeginn und -ende zusätzliche Schülerbusse von privaten Busunternehmen. Dadurch soll die Anzahl der Schüler in den Bussen der TEC reduziert und das Infektionsrisiko mit dem Covid-19-Virus gesenkt werden. Diese Maßnahme zur Gesundheitsprävention gilt vorläufig bis zum 12. Februar 2021 und kann bei Bedarf durch eine Neuausschreibung verlängert werden.

Da die öffentliche Personenbeförderung eine Zuständigkeit der Wallonischen Region ist, hat die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft keine Weisungsbefugnis über die Busgesellschaft TEC (Transport en Commun). Bildungsministerin Lydia Klinkenberg setzt sich daher seit Amtseintritt dafür ein, dass die TEC die Anzahl der Busse, die auf dem Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft verstärkt von Schülern genutzt werden, erhöht. Wie die TEC mitteilte, sind jedoch alle verfügbaren Busse und Personalmitglieder im Einsatz und eine Aufstockung daher nicht möglich.

Daher hat die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft, wie bereits im November angekündigt, einen öffentlichen Dienstleistungsauftrag ausgeschrieben und wird den in mehrere Lose geteilten Auftrag an hiesige Busunternehmen vergeben. Wer die Zuschläge erhalten wird, ist aktuell noch nicht bekannt.

Die Bildungsministerin erläutert, warum dies möglich ist: „Wir berufen uns bei der Auftragsvergabe auf die Gesundheitsprävention. Am 30. Oktober 2020 hat der Konzertierungsausschuss auf der Grundlage der Empfehlungen der Gesundheitsexperten beschlossen, dass jede Behörde im Rahmen ihrer Befugnisse sicherstellen soll, dass die Kapazität der öffentlichen Verkehrsmittel dahingehend optimiert wird, dass eine Überlastung vermieden wird. Überfüllte Busse sind in Zeiten von Corona laut Gesundheitsexperten eine potenzielle Infektionsquelle. Da die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft für die Gesundheitsprävention zuständig ist, setzen wir zusätzliche Busse zur Beförderung von Schülern als präventive Maßnahme zur Senkung des Infektionsgeschehens ein.“

Sie stellt auch klar: „Es handelt sich um eine Corona-bedingte zeitlich befristete Maßnahme, die vorerst bis zu den Karnevalsferien andauern wird. Es geht uns keinesfalls darum der TEC Konkurrenz zu machen.“

Folgende Strecken werden ab dem 9. Dezember 2020 durch zusätzliche private Busse verstärkt:

• Morgens: Hünningen Kapelle – Bischöfliches St. Marien Institut Büllingen – Maria-Goretti-Sekundarschule St. Vith – An den Linden St. Vith – Bischöfliche Schule St. Vith
• Morgens: Heppenbach Kirche – Meyerode – Maria-Goretti-Sekundarschule St. Vith – An den Linden St. Vith – Bischöfliche Schule St. Vith
• Morgens: Manderfeld Kirche – Schönberg – Maria-Goretti-Sekundarschule St. Vith – An den Linden St. Vith – Bischöfliche Schule St. Vith;
• Nachmittags und mittwochsmittags: Bischöfliche Schule St. Vith – An den Linden – Maria-Goretti-Sekundarschule St. Vith – Schönberg – Manderfeld Kirche
• Morgens: Amel Post – Deidenberg – Montenau – Maria-Goretti-Sekundarschule St. Vith – An den Linden St. Vith – Bischöfliche Schule St. Vith;
• Nachmittags und mittwochsmittags: Bischöfliche Schule St. Vith – An den Linden – Maria-Goretti-Sekundarschule St. Vith – Montenau – Deidenberg – Amel Post
• Morgens: Baelen – Robert-Schuman-Institut Eupen – Eupen Finanzamt – Eupen Werthplatz
• Morgens: Bütgenbach Escobar – Elsenborn – Eupen Werthplatz – Eupen Finanzamt – Robert-Schuman-Institut Eupen
• Morgens: Eynatten – Raeren – Eupen Werthplatz – Königliches Athenäum – Robert-Schuman-Institut
• Nachmittags und mittwochsmittags: Eupen Finanzamt – Raeren – Eynatten
• Morgens: Welkenraedt – Eupen Finanzamt – Eupen Bahnhof;
• Nachmittags und mittwochsmittags: Eupen Finanzamt – Welkenraedt

Die Privatbusse werden zu ähnlichen Uhrzeiten wie die TEC-Busse fahren und werden als Schülerbusse kenntlich gemacht. Schüler, die feststellen, dass der erstankommende Bus bereits gut gefüllt ist, sollen auf den nächsten Bus ausweichen. „Die Faustregel lautet: Jeder Schüler sollte einen Sitzplatz erhalten. Stellt man beim Einsteigen in den Bus fest, dass bereits alle Sitze belegt sind, sollte man in den nächsten Bus einsteigen. Bei der Nutzung des Angebots fallen keine zusätzlichen Kosten an. Es kann allerdings ausschließlich von Schülern in Anspruch genommen werden. Reguläre Passagiere, die den TEC-Linienbus als Fortbewegungsmittel nutzen, werden nicht befördert“, präzisiert die Ministerin.

Seit dem 30. November 2020 werden zudem die Linien 400 St-Vith - Meyerode – Heppenbach – Weywertz -Sourbrodt, 406 St-Vith - Wallerode - Amel - Büllingen - Rocherath und 396 Eupen - Kelmis – Vaals durch zusätzliche Busse der Wallonischen Region verstärkt.

Aktuell trägt auch die hybride Unterrichtsform dazu bei, dass sich die Situation in den öffentlichen Bussen etwas entspannt hat. Sollte sich ein zusätzlicher Bedarf herauskristallisieren, ist die Regierung bereit bei der Anzahl zusätzlich eingesetzter Schülerbusse noch einmal nachzujustieren.